Dekadentes Artefakt* oder: Hagestolz, weiblich

Grau in London

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Die Wolken hängen schon wieder tief über Berlin, da freue ich mich doch sehr über einen Beitrag von Konstantin über das London Park Hotel. Dorthin hat es mich im Jahr 1997 auf einer Reise mit dem bunten Regenbogentourbus verschlagen. Mit zwei anderen jungen Damen habe ich mir dort ein Zimmer mit Bad geteilt. Für das kleine Geld was das Zimmer sehr okay und gut geeignet, die schmerzenden Füße und Beine auszuruhen. Zu Fuß gehen und solche Entfernungen war ich damals nicht gerade gewöhnt.
Ob der schmalen Fensterschlitze und der langen Flure munkelte man, daß dieses Gebäude mal ein Gefängnis gewesen sei. Nun bin ich ja gottseidank schlauer.
An die engen Lichtschächte und die verrußten, roten Backsteine kann ich mich noch erinnern. So wirklich viel Licht gelangte aber nicht auf die kleinen Höfe. Ich glaube, einige der Zimmer hatten ihre Fenster auch dort hinaus, wir konnten unseren Blick jedoch (aus dem dritten Stock) über das benachbarte Viertel schweifen lassen.
Es war zwar nicht so zentral, wie meine Unterkunft im Jahr davor, jedoch schlossen die Fenster und das Frühstück bekam man im selben Haus. Der Frühstücksraum lag im Keller und gab dem Gast einen farbenfrohen Eindruck der Vorliebe der Briten für wahnsinnige Muster auf Teppich, Vorhängen u. Polstern.
Schön, daß man mal wieder ein paar Erinnerungen an diesen kleinen Urlaub hochkramen kann, schade, daß dieses Haus bald abgerissen wird.

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