Dekadentes Artefakt* oder: Hagestolz, weiblich

Ostern bei Anderen

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Noch immer empfange ich den Newsletter meines alten Fachbereichs. Weil ich eigentlich dachte, sollte es mal Neuigkeiten geben, erfahre ich sie darüber garantiert. Pustekuchen. Ein paarmal in der Woche verschickt die Fachbereichsreferentin, deren Bewerbungsgespräch ich seinerzeit auch beiwohnen durfte, Stellenanzeigen bevorzugt für HistorikerInnen. Interessiert mich natürlich nicht die Bohne. Zunehmend irritiert mich allerdings das Datum oder die Uhrzeit der Emails. Und die haben bestimmt nichts mit dem Server der Uni zu tun. So bekam ich letztens eine Email an einem Samstagmorgen und tatsächlich zwei am heutigen Ostermontag. Das ich ja nun mal zu den Menschen gehöre, die sich nur Mo-Fr. zw. 9-17 Uhr zur abhängigen Erwerbsarbeit geneigt fühlen, verwirrt mich diese Tatsache ein wenig. Nach kurzem Überlegen wundert es mich dann aber doch nicht. Vor allem, weil ich die besagte Dame schon während des Bewerbungsgesprächs in eine Schublade gepackt habe (welche, verrate ich jetzt nicht). "Ich mache das hier höchstens 3 Jahre" höre ich sie noch sagen. Das war, glaube ich, gegen Ende des letzten Jahrtausends. 

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